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Title
Migrationsstadt Steyr : Zuwanderung in eine oberösterreichische Kleinstadt / Ines Bernt-Koppensteiner
AuthorBernt-Koppensteiner, Ines
CensorStuhlpfarrer, Karl ; Gstettner, Peter
Published2006
Institutional NoteKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2006
LanguageGerman
Bibl. ReferenceKB2006 15g ; OeBB ; EB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (DE)Migration / Steyr / Oberösterreich / Siebenbürger Sachsen / Donauschwaben / Sudetendeutsche / Schlesier / Jüdische DPs / Gastarbeiter / Kriegsflüchtlinge aus Jugoslawien
Keywords (EN)Migration / Steyr / Upper Austria / Transsylvania Saxons / Danube Swavians / Sudeten Germans / Silesians / Jewish DPs / foreign workers / war refugees from Yugoslavia
Keywords (GND)Steyr / Zuwanderung / Geschichte 1944-2001
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-30088 Persistent Identifier (URN)
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Abstract (German)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Zuwanderung von Ausländern in die Industriestadt Steyr zwischen 1944 und 2001 mit dem Schwerpunkt auf die drei größten Migrationsströme, die in der Stadt Aufnahme fanden.

Das waren 1944- 1948 die Kriegs- und Nachkriegsmigranten aus Südosteuropa und der ČSR, hauptsächlich Siebenbürger Sachsen, Donauschwaben und Sudetendeutsche, aber auch SchlesierInnen und jüdische DPs als Transmigranten. 1970 bis 1985 erfolgte die Ansiedlung ehemaliger Gastarbeiter, zumeist aus Jugoslawien, vereinzelt aus der Türkei, und im Zuge der Kriegsereignisse im zerfallenden Jugoslawien kam die letzte große Flüchtlingswelle (Kroaten, Serben und Bosnier)in die Kleinstadt. Die drei ansässig gewordenen Migrantengruppen und die Voraussetzungen, unter denen ihre Integration erfolgte, werden miteinander verglichen:

Migrationsmotivation, Akzeptanz seitens der Steyrer Bevölkerung, Intensität und Zeitraum des Integrationsprozesses. Unterschiede und Parallelen sowie die verschiedenen Integrationsbedingungen werden aufgezeigt. Dabei wurde auch die Rolle, die öffentliche und private Institutionen bei der Förderung, aber auch Behin-derung von Zuwanderung spielten, untersucht. Die Arbeit stützt sich auf das in beschiedenem Maße vorhandene Aktenmaterial, auf Zei-tungsartikel und Interviews mit ehemaligen MigrantInnen. Der große Zeitraum, den die Untersuchung umfasst, erlaubte nur eine sehr komprimierte Darstellung, wobei die Migration der Nachkriegszeit (1944-1948) sowohl zahlenmäßig als auch wegen der vielen unterschiedlichen Volksgruppen aus verschiedenen Gebieten Europas gegenüber den beiden jüngeren Migrationsgruppen aus Jugoslawien (Gastarbeiter und Kriegsflüchtlinge 1991 bis 1995) dominiert. Die Untersuchung zeigt, dass sich im Laufe der 50 Jahre zwar die Rahmenbedingungen für die Zuwanderer im Bereich der Betreuung durch private Organisationen verbessert haben, die mentale Einstellung der Bevölkerung der Kleinstadt Flüchtlingen gegenüber aber nicht.

Abstract (English)

This thesis deals with foreign migration to the industrial town of Steyr between 1944 und 2001. Its main emphasis lies on the three biggest migrations that took place. The first movement was the World War II and post-World War II migration from South Eastern Europe and Czechoslovakia between 1944 and 1948.

Those migrants were mostly Transylvania Saxons, Danube Swabians, and Sudeten Germans. Also included are Silesians and Jewish Displaced Persons (trans-migrants). The second group were the former "foreign workers", who arrived between 1970 and 1985, mostly from what used to be Yugoslavia. A much smaller number came from Turkey. The third and last wave of immigration was caused by the Balkans war which led to the disintegration of Yugoslavia. These newcomers to Steyr were Croats, Serbs and Bosnians.

The aim of this work is to compare the three migration-groups and the terms under which they integrated in small town Steyr. Special attention focuses on migration-motivation, acceptance of the newcomers, and the integration process itself. Differences and parallels are shown, as well as various integration conditions. The encouraging and / or discouraging roles of public and private institutions are another aspect in this study.

My work is based on the available records, on news articles and interviews with former migrants. The long time span studied does not allow more than a very compressed presentation. The World War II and post-World War II migration dominates over the other two migrations because of the higher number of migrants and nationalities involved. The investigation shows that, thanks to the engagement of the private organizations conditions for the immigrants have improved over the last fifty years. The mental reservations of the small-town population against the refugees, however, have not.

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