Titelaufnahme

Titel
Mobile learning based intervention : a case study among marginalised young people / Elisabeth Unterfrauner
Weitere Titel
Mobile learning based intervention
VerfasserUnterfrauner, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinLenz, Werner ; Berger, Wilhelm
Erschienen2011
Umfang340 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Marginalisierte Jugendliche / mobile learning / mobile community / Soziale Netzwerkanalyse /videobasiertes Lernen
Schlagwörter (EN)Marginalised young people / mobile learning / mobile community / social network analysis / video based learning
Schlagwörter (GND)Jugend / Unterprivilegierung / Österreich / Großbritannien / Video / Mobile Computing / Interaktion / Soziales Netzwerk
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-27126 Persistent Identifier (URN)
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Mobile learning based intervention [9.75 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Junge Menschen sind in der heutigen Gesellschaft eine in hohem MaÃe gefÃ$hrdete Gruppe, da sie mit groÃen Herausforderungen wie groÃer Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und schwierigen ÉbergÃ$ngen zwischen verschiedenen Lebensphasen konfrontiert werden. Jene jungen Menschen, die vom Ausschluss bedroht sind, werden als "marginalisierte Jugendliche" bezeichnet, zumal sie am Rand der Gesellschaft stehen. Erfahrungen von Marginalisierung resultieren aus verschiedenen Faktoren, etwa Ãkonomischen Barrieren sowie Barrieren in der (Aus)Bildung. Diese jungen Menschen stehen im Fokus der vorliegenden Arbeit. Eine auf "mobile learning" basierende Intervention wurde speziell fÃr die Zielgruppe im Alter zwischen 14 und 21 Jahren entwickelt und eine Pilotuntersuchung wurde in Ãsterreich und in GroÃbritannien mit 95 Jugendlichen durchgefÃhrt. Eine auf "mobile learning" basierende Intervention scheint besonders fÃr die Zielgruppe geeignet, zumal alle selbst Ãber ein Mobiltelefon verfÃgen, obwohl sie ansonsten nur erschwert Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien haben. Mobile learning ist mit einigen Vorteilen wie FlexibilitÃ$t des Ãrtlichen wie auch des zeitlichen Zugangs verbunden. Eine auf die BedÃrfnisse der Zielgruppe angepasste "mobile learning" Plattform sowie ein pÃ$dagogisches Konzept wurden speziell fÃr die Pilotstudie entwickelt. Durch die verschiedenen KommunikationsmÃglichkeiten und Wege des Informationsaustauschs, basierend vor allem auf dem Austausch von Videos, ermÃglicht die Plattform den Aufbau von "Communities".

JugendarbeiterInnen und SozialarbeiterInnen Ãbernehmen wÃ$hrend der Pilotstudie die Funktion von ModeratorInnen der Plattform. Sie sind auf der einen Seite fÃr das "Monitoring" aller AktivitÃ$ten auf der Plattform verantwortlich und greifen ein, falls es notwendig erscheint. Andererseits unterstÃtzen sie die jungen TeilnehmerInnen wÃ$hrend der Laufzeit der Studi regelmÃ$Ãig so genannte "Challenge Videos" auf die Plattform hoch, welche auf spielerische Art und Weise Aufgaben an die TeilnehmerInnen beinhalten und grundlegende FÃ$higkeiten fÃr den Arbeitsmarkt fÃrdern sollen. Jugendliche werden gebeten, auf diese "Challenge Videos" in Form von Antwortvideos zu reagieren.

Diese kÃnnen ganz einfach mit der Handykamera aufgenommen und anschlieÃend auf die Plattform Ãbertragen werden. Das Hauptziel dieser Dissertation ist es, Nutzungsmuster auf der Plattform zu untersuchen und die Interaktion zwischen den verschiedenen StudienteilnehmerInnen auf der Plattform zu beobachten, sowie Effekte ihrer Teilnahme zu erforschen. Um diese Forschungsfragen zu beantworten wurden quantitative sowie qualitative Methoden angewandt: eine statistische Analyse der Log-Daten, eine Soziale Netzwerkanalyse basierend auf Log-Daten und auf FragebÃgen zu zwei verschiedenen Zeitpunkten (vor und nach der Pilotstudie) sowie der qualitativen Analyse von Daten aus Interviews und Fokusgruppen mit Jugendlichen und ModeratorInnen. Die Analyse der Nutzungsmuster auf der Plattform zeigt betrÃ$chtliche Unterschiede sowohl in der Nutzungsdauer als auch im Gebrauch der einzelnen Funktionen. WÃ$hrend einige die Plattform exzessiv nutzen, greifen andere nur selten auf sie zu. Im Allgemeinen verringert sich die Teilnahme in den drei Monaten der Pilotstudie. Nach einer anfÃ$nglichen Phase der Begeisterung und des Ausprobierens nimmt die AktivitÃ$t zwar Ãber den Verlauf der Studie ab, scheint dafÃr aber gegen Ende der Studie fokussierter und durchdachter.

Die Nutzung der Plattform unterscheidet sich nicht zwischen den zwei Geschlechtern, was bedeutet dass Fairness des Zugangs und der Verwendung der Plattform gegeben ist. GeringfÃgige Unterschiede finden sich hingegen zwischen TeilnehmerInnen der beiden LÃ$nder sowie zwischen jÃngeren und Ã$lteren TeilnehmerInnen. Die Soziale Netzwerkanalyse zeigt die Beziehungen verschiedenen StudienteilnehmerInnen untereinander auf. Nach der Pilotstudie hat sich die Anzahl der Bekanntschaften und der Freundschaften sowie die HÃ$ufigkeit des physischen und virtuellen Kontaktes zwischen den TeilnehmerInnen erhÃht, wÃ$hrend sich die Anzahl der Personen, die sich nicht mÃgen, erheblich verringert hat. Die Plattform hat also mÃglicherweise dazu beigetragen, Beziehungen auch im "offline-Leben" zu stÃ$rken. "Online-Beziehungen" sind dabei relativ unabhÃ$ngig von den "Offline-Beziehungen", d.h.

beispielsweise dass die Kontaktaufnahme auf der Plattform unabhÃ$ngig davon passiert, ob sich die Personen kennen. Wenn die verschiedenen Daten miteinbezogen und verglichen werden, werden einerseits positive Auswirkungen aus der Nutzung der Plattform sichtbar, andererseits ergeben sich auch BeschrÃ$nkungen. Die Plattform hat Interaktionen (zwischen den TeilnehmerInnen untereinander sowie zwischen Jugendlichen und ModeratorInnen) und kreativen Ausdruck ermÃglicht und hat die MÃglichkeit fÃr positive Lernerfahrungen fÃr die TeilnehmerInnen geschaffen. BeschrÃ$nkungen resultieren aus technischen GrÃnden sowie aus mangelnder Einbettung in den institutionellen Rahmen. Initiativen dieser Art setzen finanzielle FÃrderung voraus, was letztlich im Sinne der Nachhaltigkeit entscheidend ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Young people in today's society are a highly vulnerable group as they are confronted with challenges such as high competition on the labour market and difficult transitions between different life phases. Those young people at risk of exclusion are called "marginalised young people" as they stand at the margins of society. Experiences of marginalisation result from different factors including educational or economic barriers. These young people are in focus of this dissertation. A mobile learning based intervention has been tailored to the needs of marginalised young people between the age of 14 and 21 and a pilot study was conducted during three months with 95 young people in two countries, namely Austria and the United Kingdom. A mobile learning based intervention seems particularly suited for the target group as all of them, despite lacking access to other information and communication technologies, personally own a mobile phone and can be reached by these means. Mobile learning is associated with several advantages such as flexibility of access in terms of location and time. An online mobile learning platform specifically constructed for the target group has been developed and is supported by pedagogical conceptual frameworks. The platform provides for community building among its members, as it offers different channels of communication and of sharing information, which is mainly based on exchange of videos. Youth workers and social workers act as moderators of the platform during the pilot study.

They are responsible for monitoring the activities of the study participants, intervene in case it is necessary and support participation. Furthermore, challenge videos dealing with basic skills for the employment market are uploaded on a regular basis by the moderators, which serve as learning opportunity for the participants, as they are asked to react to these videos by uploading answer videos. These can easily be recorded on the built-in camera of the mobile phone and then be uploaded to the platform. The main aim of this dissertation is to explore use patterns of the platform by the pilot participants, the interaction between the participants (and the moderators) and the effect of their participation in terms of interaction with others and in terms of gained understanding and insights. To answer these research questions quantitative and qualitative methods have been applied: a statistical analysis of the log-data, a social network analysis based on log data and two surveys, one before and one after the pilot, as well as a qualitative analysis of data obtained through interviews and focus groups with young participants and moderators. The analysis of the platform use patterns reveals a considerable variety of use in terms of time spent online and in terms of used platform functions among the participants. While some use it excessively, others only rarely access the platform. In general, participation decreases over the three months of the pilot. From an initial phase of excitement and trial, activities later on seem to be more directed and targeted. In the first few weeks more exploration of the platform takes place as well as trial and error. Later in the pilot, however, the uploaded videos look more sophisticated and more thought through. The use of the platform does not vary between the two genders, which means that equality of access and use of the platform is given. Slight differences of use can be found between the two country groups and between the age groups. The social network analysis shows the relations of the different study participants. After the pilot, the number of acquaintances and friends as well as the frequency of physical and virtual contact between the participants has increased and the number of people who do not like each other has decreased significantly. Thus, the use of the platform might have supported relations also in the offline life. Online relations only partly correlate with offline relations, i.e. getting in touch on the platform does not depend on whether people know each other in the offline life. Benefits as well as limitations of use can be observed when all different data are contrasted against each other. The platform has supported interaction and creative expression, and has offered positive learning experience.

Limitations result from technical constraints as well as from a lack of embedding into institutional frameworks and of providing for the necessary funding of such initiatives, which is crucial in terms of sustainability.

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