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Title
Untersuchung des Lieferantenmanagements in der österreichischen Papierindustrie / Gottfried Obmann
Additional Titles
Investigation of supplier management in the Austrian paper industry
AuthorObmann, Gottfried
CensorWinkler, Herwig ; Mieke, Christian
Published2014
DescriptionXI, 231 Bl. : graph. Darst.
Institutional NoteKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2014
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (DE)Lieferantenmanagement / Einkauf / Papierindustrie
Keywords (EN)Supplier Management / Procurement / Paper industry
Keywords (GND)Österreich / Papierindustrie / Logistik / Lieferantenwahl
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-26491 Persistent Identifier (URN)
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Untersuchung des Lieferantenmanagements in der österreichischen Papierindustrie [4.33 mb]
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Abstract (German)

Mit der vorliegenden Arbeit soll erstmals systematisch erarbeitet werden, wie das Thema "Lieferantenmanagement" in der Praxis der Ãsterreichischen Papierindustrie gehandhabt wird und worin dessen Inhalte bestehen. Ausgangspunkt war die Annahme eines Methodendefizits im Bereich des Lieferantenmanagements. Das Ziel der Arbeit bestand darin, einen systematischen und umfangreich erarbeiteten Éberblick sowie eine Analyse von bestehenden Lieferantenmanagement-Systemen in fÃhrenden Unternehmen der Ãsterreichischen Papierindustrie zu schaffen. Grundlage dafÃr war eine systematische und reprÃ$sentative empirische Untersuchung zu diesem Thema in ausgewÃ$hlten Unternehmen der Ãsterreichischen Papierindustrie. Abgeleitet davon erfolgte die Konzeption und Gestaltung eines standardisierten Modells zum erfolgreichen Managen von Lieferantenbeziehungen in Unternehmen dieser Industrie. Das in dieser Arbeit vorgestellte Konzept soll eine methodische UnterstÃtzung zur Verbesserung der Abnehmer- Lieferanten-Beziehungen unter BerÃcksichtigung von Risikogesichtspunkten ermÃglichen.

Die Studie kommt insgesamt zum Schluss, dass sich im Bereich des Lieferantenmanagements in vielen Betrieben der Ãsterreichischen Papierindustrie noch deutliche Verbesserungspotenziale zeigen. Bei Fremdbezugsanteilen von Ãber 50% des Umsatzes begibt sich ihre WettbewerbsfÃ$higkeit mehr und mehr in AbhÃ$ngigkeit der LeistungsfÃ$higkeit sowie der Kostensituation der Lieferanten. Um die gestellten Wettbewerbsanforderungen zu erfÃllen, standen bisher insbesondere unternehmensinterne RationalisierungsmaÃnahmen zur Durchlaufreduzierung sowie zur Modularisierung der Fertigungsstrukturen im Vordergrund. Eine gesamtheitliche Betrachtung des Lieferantenmanagements findet nur teilweise statt. Die Ergebnisse zeigen auÃerdem, dass die Lieferanten nur in sehr beschrÃ$nktem Umfang in die Unternehmensprozesse der Ãsterreichischen Papierindustrie integriert werden wesentliches Know-how ungenutzt bleibt. Ébergreifend kann festgestellt werden, dass sowohl die Prozessreife als auch eine entsprechende methodische Vorgehensweise in den betrachteten Prozessen als eher gering einzustufen ist. Andererseits ist auch ersichtlich, dass eine hohe Diskrepanz zwischen der Bedeutung (Ideal-AusprÃ$gung) der definierten Phasen und Kriterien des Lieferantenmanagements und deren Anwendung in der Praxis herrscht. Das lÃ$sst auf ein groÃes praktisches Handlungsdefizit in Unternehmen der Ãsterreichischen Papierindustrie schlieÃen. HÃ$ufig sind zu wenig Ressourcen und KapazitÃ$ten sowie die starke Einbindung in das TagesgeschÃ$ft dafÃr verantwortlich.

Trotz dieser Tendenz zu einem weitgehend geringen Reifegrad gibt es aber Unternehmen (Virtual Stars, Best in Class), die in einzelnen Phasen des Lieferantenmanagements ausgezeichnete AusprÃ$gungen erreichen. Die mit den verantwortlichen Einkaufsleitern gefÃhrten Interviews ergaben auÃerdem, dass doch noch deutliche Unterschiede im RollenverstÃ$ndnis des Einkaufs und des Lieferantenmanagements vorliegen. Das heiÃt, es bestehen Auffassungsdifferenzen zwischen der Einkaufsabteilung und anderen Abteilungen innerhalb eines Unternehmens Ãber Inhalte und Handhabung des Lieferantenmanagements aber auch Ãber ZustÃ$ndigkeiten gegenÃber Lieferanten. Die Analyse der im Einkauf durchgefÃhrten TÃ$tigkeiten zeigt Ãberdies einen hohen Anteil an operativen Beschaffungsaufgaben. Dies kÃnnte durchaus auch ein Grund dafÃr sein, dass die Akzeptanz der Einkaufsabteilung durch die Ãbrigen Fachbereiche nur als mittel einzustufen ist. Der Einkauf in der Ãsterreichischen Papierindustrie wird eher in der Rolle eines ErfÃllungsgehilfen denn als fÃhrende Funktion gesehen. Es gibt verschiedene theoretische MÃglichkeiten fÃr ein erfolgreiches Lieferanten-management. Die in dieser Arbeit vorgestellten Methoden haben den Anspruch, leicht umstrukt erweiterbar, verÃ$nderbar sowie an bereits bestehende Systeme anpassbar zu sein. Die Umsetzung eines ganzheitlichen Ansatzes des Lieferantenmanagements kÃnnte die heutigen Probleme mangelnder KompatibilitÃ$t einzelner Methoden und Vorgehensweisen sowie die teils fehlende Integration in das Beschaffungsmanagement in Unternehmen der Ãsterreichischen Papierindustrie wirksam lÃsen und stellt fÃr die Unternehmen eine MÃglichkeit dar, dies wirkungsvoll zu realisieren.

Abstract (English)

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