Titelaufnahme

Titel
Der Raum des Landesgerichtes Himmelberg : von der wirtschaftlichen Konsolidierung grundherrschaflichen Besitzes im 18. Jahrhundert bis zur Grundentlastung 1848 / Wolfgang Johst
Weitere Titel
The area of the regional court Himmelberg from the economic consolidation in the 18th century until the revolution in 1848/1849
VerfasserJohst, Wolfgang
Begutachter / BegutachterinDrobesch, Werner ; Grabmayer, Johannes
Erschienen2011
Umfang259 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Grundherrschaft / Himmelberg / Agrarrevolution / wirtschafliche Veränderungen / gesellschaftliche Veränderungen / theresianische Retification / Grundentlastung
Schlagwörter (GND)Himmelberg / Grundherrschaft / Wirtschaft / Geschichte 1740-1848
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-25101 Persistent Identifier (URN)
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Der Raum des Landesgerichtes Himmelberg [10.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die knapp hundert Jahre von den theresianisch-josephinischen Reformen bis zum Grundentlastungsgesetz des Jahres 1849 leiteten im Agrarsektor und in der Gesellschaftsverfassung einen langfristigen Wandel ein. Regional verlief dieser Ã$uÃerst unterschiedlich. Das zeigt sich auch im Falle des Kronlandes KÃ$rnten. Wie sich Gesellschaft, Landwirtschaft und (Proto-)Industrie in der rÃ$umlich begrenzten Region des Landgerichts Himmelberg innerhalb dieses Jahrhunderts entwickelte, ist Gegenstand der vorliegenden Studie, fÃr die der "Josephinische" und "Franziszeische Kataster", zeitgenÃssische Statistiken und Literatur, insbesondere zum gewerblichen Sektor, sowie die Aufzeichnungen (u. a.

"Stiftregister", "Rentamtsrechungen") der Grundherrschaft Himmelberg die zentralen Quellen sind.

Nach einem einleitenden Kapitel Ãber die BevÃlkerungsentwicklung und Proto-Industrialisierung in KÃ$rnten erfolgt unter BerÃcksichtigung der topographischen und klimatischen Gegebenheiten sowie der Bodenverteilung die Erfassung der agrarischen Nutzungsformen im Untersuchungsgebiet.

ModernisierungsansÃ$tze, wie der Anbau von Futterpflanzen, die Intensivierung der Viehwirtschaft und die daraus resultierende Verbesserung der DÃngung deuten auf eine Effizienzsteigerung der bÃ$uerlichen Wirtschaft hin. Zeitgleich vollzogen sich VerÃ$nderungen im industriell-gewerblichen Sektor. Aus einem bodenstÃ$ndigen, auf den Ãrtlichen Bedarf ausgerichteten "Industrialgewerbe" entwickelte sich in der Untersuchungsperiode eine an modernen Produktions- und Organisationskriterien orientierte, auf die Fertigung von Sensen spezialisierte Industriewirtschaft mit weitreichenden Exportverbindungen. Um 1848 verkÃrperten die Sensenproduzenten modernes Unternehmertum.

Anders stellte sich die Situation im Falle der Himmelberger Grundherrschaft dar. Sie war jahrhundertlang TrÃ$ger der durch die Agrarwirtschaft bestimmten feudalen Wirtschaftsordnung mit einem breiten Spektrum von Abgaben- und Dienstverpflichtungen der bÃ$uerlichen Untertanen gegenÃber dem Grundherrn. FÃr diesen brachte der Ébergang von der Natural- zur Geldwirtschaft die Notwendigkeit der Abkehr von der mittelalterlichen, der Tradition verbundenen Subsistenzwirtschaft bzw.

der Hinwendung zum schÃpferisch gestaltenden Unternehmertum. Dieser Wandel setzte allerdings die ErfÃllung einer Reihe von Determinanten voraus. Dazu zÃ$hlten u. a. die GrÃÃenverhÃ$ltnisse und die rÃ$umliche Struktur der Grundherrschaft, die patrimonialen Rechte, vor allem aber die Bereitschaft des Grundherrn zur kapitalistischen Modernisierung.

Folgt man diesen Determinanten, lassen sich Aussagen zur Struktur der Grundherrschaft und den Grad ihres Strebens nach ModernitÃ$t treffen, so auch fÃr den Raum des Landgerichts Himmelberg und die diesen Raum dominierende Grundherrschaft Himmelberg. In dieser sind am Vorabend der Grundentlastung keine AnsÃ$tze zur ModernitÃ$t festzustellen. Im Gegensatz zur bÃ$uerlichen Landwirtschaft und dem "Industrialgewerbe" blieb bei der Grundherrschaft eine BetÃ$tigung im unternehmerischen Sinne aus. Sie blieb noch ganz auf die feudalen Produktionsstrukturen und Wirtschaftsweisen fixiert.

Zusammenfassung (Englisch)

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