Titelaufnahme

Titel
Gewalt im Romanwerk von François Mauriac / Erich Türk
Weitere Titel
Violence in the novels of François Mauriac
VerfasserTürk, Erich
Begutachter / BegutachterinMeter, Helmut ; Sallager, Edgar
Erschienen2011
Umfang237 Bl.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2011 11 ; OeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Französisch / Roman / Renouveau catholique / François Mauriac / Psychologie / Religiosität / Familie / Glaube / Gewaltbereitschaft / Gewaltanwendung
Schlagwörter (GND)Mauriac, François / Roman / Gewalt <Motiv>
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-22812 Persistent Identifier (URN)
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Gewalt im Romanwerk von François Mauriac [1.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der katholische Schriftsteller François Mauriac beschreibt in seinem Familienroman keine moralisch beispielgebenden und von christlichen Vorstellungen geprÃ$gten LebensablÃ$ufe seiner Figuren, sondern stellt sie als sÃndige Menschen dar. Der Leser entdeckt in den Romanen Mauriacs kein Bild von Familiengemeinschaften, die sich in Harmonie und in einem religiÃs geprÃ$gten Geist entwickeln und in denen sich die Familienmitglieder gegenseitig in Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit begegnen. Das Zusammenleben von Mauriacs Figuren in einem Familienverband wird von Disharmonie, UnverstÃ$ndnis, Eitelkeit und finanziellen Interessen beherrscht. Mauriac bettet die Figuren in ihre Familie ein, stattet sie mit Gewaltpotential aus und lÃ$sst sie schlieÃlich ohne Hilfe, in ihrer Not und Verzweiflung alleine gelassen, ins Verderben stÃrzen. Ausgehend von diesen Feststellungen werden die Romane Mauriacs nach dem Aspekt der Gewalt untersucht und dabei folgende These aufgestellt. Sie lautet, dass François Mauriac als Vertreter des Renouveau catholique in seinen Romanen die Schicksale der Figuren so beschreibt und diese so mit Gewaltpotential ausstattet, dass er dadurch den Romanen keine AnsÃ$tze vermittelt, um als katholische Literatur gewertet zu werden. Die Romane erfÃllen nicht oder zumindest nicht fÃr alle Katholiken erklÃ$rbar, inhaltlich gesehen, jenen literarischen Auftrag, der zur GlaubensverstÃ$rkung der handelnden Personen als Einzelindividuen und im Verband der Familie fÃhrt. Sie liefern auch keinen Beitrag, der erkennen lieÃe, dass die Figuren vor dem Begehen eines Unrechts, das in Gewalt ausartet, bewahrt werden. Dies gilt es anhand von ausgewÃ$hlten Romanbeispielen zu verifizieren. Es sind dies:

La robe prétexte, La Chair et le sang, Le Mal, ThérÃse Desqueyroux, Le Noed de vipÃres, Le MystÃre Frontenac, Les Anges noirs, La Pharisienne, Le Sagouin, L'Agneau, Genitrix und La Fin de la nuit. Die Werkauswahl dass eine fundierte Untersuchung, die die Ursachen bzw. die Bedingungen und das Entstehen sowie das Auftreten und das AusÃben von Gewalt in Mauriacs Romanwerken beinhaltet, sichergestellt werden kann. Die ausgewÃ$hlten Romane stellen die Gewalt als vieldeutiges PhÃ$nomen nach soziologischen Aspekten dar. Die Tendenz und eine Entwicklung der Zunahme bzw. Verlagerung von individueller oder kollektiver Gewalt ist in ihnen zu erkennen. Die Arbeit ist wie folgt gegliedert: Sie beginnt mit einer soziologisch orientierten Betrachtung des PhÃ$nomens der Gewalt, wie sie im Zusammenhang mit dem Romanwerk Mauriacs in Erscheinung tritt. Der folgende Teil widmet sich dem Renouveau catholique. François Mauriac war ein AnhÃ$nger dieser literarischen Bewegung. Der dritte Teil befasst sich mit dem "Konvertiten" François Mauriac. Im Besonderen wird auf Mauriacs ReligiÃsitÃ$t in einer politisch sehr bewegten Zeit eingegangen, um das VerhÃ$ltnis des sÃndigen Verhaltens seiner Figuren und seine christliche Einstellung zu kontrastieren. Ein umfangreicher Teil ist in paraphratischer Form der soziologischen Untersuchung des Zusammenhangs von SÃnde und Gewalt gewidmet. Auf die verschiedenen Ursachen und Bedingungen, die geeignet sind, eine Situation zu begÃnstigen, in der Gewaltbereitschaft und Gewaltanwendung gedeihen kÃnnen, wird besonders eingegangen. Ein Blick auf die Romanwerke von André Gide und Georges Bernanos, in denen ebenfalls der Aspekt der Gewalt ein betrÃ$chtliches Ausmaà annimmt, soll einen Vergleich zum vorliegenden Thema "Gewalt in Mauriacs Romanwerk" erlauben. Es folgt eine Betrachtung zur Theorie der Gewalt in Mauriacs Romanen mit einer Analyse der ZusammenhÃ$nge von Gewaltbereitschaft und GewaltausÃbung in der Mauriacschen Romanfamilie.

Darin wird unter anderem der Kreislauf der Gewalt in Mauriacs Romanfamilien behandelt sowie Aussagen Ãber das Schicksal jener ungeliebten Kinder, die der Gewalt ausgesetzt sind, Im Schlussteil wird unter dem Punkt "Die Gewalt Ã$ndert ihr Gesicht" auf die Ãnderungen der Erscheinungsformen der Gewalt im Laufe seines Romanschaffens eingegangen.

Zusammenfassung (Englisch)

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