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Title
Ambulante systemische Therapie drogensüchtigen Verhaltens / Christina Lenz
Additional Titles
Outpatient systemic therapie of drug addicted behaviour
AuthorLenz, Christina
CensorGrossmann, Konrad Peter ; Menschik-Bendele, Jutta
Published2011
Description202, 134 Bl. : graph. Darst.
Institutional NoteKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2011
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (DE)Systemische Therapie / Drogen / Sucht / Qualitative Forschung / ExpertInneninterviews / systemische Therapiekonzepte
Keywords (GND)Drogenabhängigkeit / Ambulante Psychotherapie / Systemische Familientherapie / Interview
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-20606 Persistent Identifier (URN)
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Ambulante systemische Therapie drogensüchtigen Verhaltens [2.58 mb]
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Abstract (German)

Die Dissertation behandelt die Thematik der ambulanten systemischen Therapie von Menschen mit drogensÃchtigen Verhalten. Sie stellt mittels 25 Orientierungsleitlinien die aktuelle systemische Vorgangsweise bei der Behandlung der Drogenproblematik vor. Die Dissertation kreiert ein Orientierungsangebot fÃr diese therapeutische Arbeit. Im Zuge dessen wird untersucht inwieweit die theoretischen Ergebnisse aus der systemischen Literatur mit der praktischen Arbeitsweise der Ãsterreichischen LehrtherapeutInnen Ãbereinstimmen und in welchen Punkten sie sich unterscheiden.

Die Dissertation gliedert sich in zwei Teile: Zu Beginn steht der theoretische Forschungsteil. Er besteht zunÃ$chst aus BegriffsklÃ$rungen, die das ProblemverstÃ$ndnis, den Krankheitsbegriff und das WirkverstÃ$ndnis, die dieser Arbeit zu Grunde liegen erlÃ$utern. Danach werden einzelne systemische AnsÃ$tze in der Reihenfolge ihrer geschichtlichen Entstehung dargestellt. Dazu gehÃren: die psychodynamische Familientherapie, die wachstums- und entwicklungsorientierte Familientherapie, die strukturelle Familientherapie, die strategische Familientherapie nach Jay Haley und dem BTC, die systemische Therapie nach dem MailÃ$nder Modell, die lÃsungsfokussierte Kurzzeittherapie und die narrative Familientherapie.

Im Anhang der Dissertation befinden sich kurze Biografien der jeweiligen VertreterInnen dieser AnsÃ$tze.

Weiters werden die Arbeitsweisen der Therapie innerhalb der einzelnen systemischen Schulen bei Menschen mit drogensÃchtigem Verhalten und ihren AngehÃrigen diskutiert, qualitative und quantitative Studien sowie Erfahrungsberichte werden beschrieben.

Im zweiten Teil dieser Arbeit findet sich der empirische Teil. Dieser wurde in Form von acht ExpertInneninterviews mit Ãsterreichischen LehrtherapeutInnen durchgefÃhrt. So wird die aktuelle systemische Arbeitsweise bei Menschen mit drogensÃchtigem Verhalten und ihren AngehÃrigen in à gezeigt. (Die transkribierten Interviewtexte sind im Anhang der Arbeit.) Die gewonnenen Daten spiegeln dominante Haltungs- und Handlungskonzepte der LehrtherapeutInnen wider. Die Leitfragen der Interviews beziehen sich auf die dominanten StÃrungs- und LÃsungsmodelle, die dominanten Interventionspraktiken, die dominanten Modelle der therapeutischen Beziehung, die dominanten Prozessmodelle, die dominanten Modelle des therapeutischen Settings und Allgemeines.

Im Kontext der abschlieÃenden Diskussion werden die Ergebnisse aus den unterschiedlichen systemischen Schulen mit jenen des empirischen Forschungsteils in Beziehung gesetzt und durch persÃnliche Anmerkungen der Verfasserin ergÃ$nzt. Auffallend ist unter anderem, dass systemische oder stÃrungsspezifische Literatur nicht die primÃ$re Quelle der Praxisreflexion der ExpertInnen ist. Der Empirismus scheint fÃr die Arbeit der Ãsterreichischen ExpertInnen maÃgebend zu sein. Es besteht Einigkeit zwischen der systemischen Literatur und den LehrtherapeutInnen, dass die Vergangenheitsarbeit in der Therapie von Menschen mit drogensÃchtigem Verhalten keine wesentliche Rolle spielt.

Die VerÃ$nderungen in der Gegenwart und Zukunft stehen im Vordergrund.

Weiters besteht Einigkeit darin, dass die angestrebten Ziele die VergrÃÃerung des sog. RealitÃ$tssinns und der ProblemlÃsekapazitÃ$t der Betroffenen, die Sicherung ihrer medizinischen Versorgung und der Etablierung neuer sozialer Beziehungen. SchlieÃlich besteht Einigkeit in der Annahme, dass die AngehÃrigen fÃr die hilfreiche Behandlung der Betroffenen als Ressource genÃtzt werden kÃnnen, um nur einige Ergebnisse zu nennen, sind.

Die Dissertation wird durch die Formulierung der 25 Leitlinien zur Orientierung fÃr systemische TherapeutInnen bei der Arbeit mit Menschen mit drogensÃchtigem Verhalten abgeschlossen.

Abstract (English)

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