Titelaufnahme

Titel
Stellung beziehen : Analysen zum Globalisierungsdiskurs / Jürgen Struger
VerfasserStruger, Jürgen
Begutachter / BegutachterinDotter, Franz ; Adam, Erik
Erschienen2006
Umfang185 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2006
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2006 01 ; OeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Globalisierung / Diskurs / Globalisierungskritiker / Globalisierungsbefürworter / Neoliberalismus / Diskursanalyse / Metaphern / Globalisierungsgegner / Wirtschaft
Schlagwörter (EN)Globalization / Discourse / Critics / Neoliberalism / Discourse Analysis / Metaphors / Antiglobalists / Economics
Schlagwörter (GND)Globalisierung / Diskursanalyse
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-20388 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ende der 1990er Jahre formierten sich globalisierungskritische Bewegungen wie etwa Attac, die Kritik an der Praxis internationaler Konzerne und Institutionen wie der World Trade Organisation (WTO) oder der Weltbank formulierten. Etwa zur gleichen Zeit nahmen die radikalen Proteste gegen Globalisierung auf der Straße an Gewalttätigkeit zu. In Reaktion darauf begannen die Befürworter der Globalisierung mit der Veröffentlichung von Beiträgen, welche die Praxis neoliberaler Wirtschaft zu verteidigen und argumentativ zu untermauern versuchten. Die vorliegende Dissertation untersucht Beiträge von Befürwortern und Kritikern (bzw. GegnerInnen) der Globalisierung mit dem Ziel, die jeweils kennzeichnenden Elemente herauszuarbeiten. Dabei wird die Frage gestellt, welche Eigenschaften dieser Beiträge eine Verständigung ermöglichen oder verschweren und mit welchen Strategien der jeweils eigene Standpunkt verteidigt wird. Weiters wird auch untersucht, wie die jeweiligen Gegenpositionen dargestellt werden.

Die Untersuchung basiert auf der Diskursanalyse nach Ruth Wodak und Siegfried Jäger und beinhaltet eine Studie über die Verwendung von konzeptuellen Metaphern zur Charakterisierung von diskursiven Positionen.

Ein Hauptergebnis der Analyse ist, dass sowohl Befürworter als auch Kritiker der Globalisierung in ihrer Darstellung der Globalisierung stark polarisieren und dazu auffordern, Stellung zu beziehen: für oder gegen die Globalisierung. Differenzierte Darstellungen werden vermieden zugunsten oftmals einseitiger Argumentationen. Die verwendeten sprachlichen Strategien haben rhetorischen bzw.

polemischen Charakter und Argumentationen basieren häufig nicht auf der Beachtung der Argumente der Gegenseite (Intertextualität), sondern vielmehr auf Annahmen, die den Charakter von Vor-Urteilen haben. Insgesamt lassen sich in den untersuchten Beiträgen, in den befürwortenden wie den kritischen, wenige verständigungsorientierte Elemente finden, die Texte haben vorwiegend die Funktion, die jeweils eigene Position zu begründen. Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über das Vorhandensein unterschiedlicher Diskurskulturen und über die Bedingungen für Verständigung zwischen den Positionen trotz starker ideologischer Differenzen.

Zusammenfassung (Englisch)

At the end of the 1990s anti-globalist-movements like Attac began to criticise the practice of "global players" and influencing economic institutions like the World Trade Organisation (WTO) or the World Bank. At the same time the radical protests against globalization began to increase and became more and more violent. In reaction to that and in the need of defending the practice of economics (according to the principles of the WTO) the advocates of globalization began to formulate contributions, in which globalization should be confirmed and supported by arguments. In this dissertation the contributions of advocates and critics of globalization are analyzed with the aim of defining characteristic elements. The interest of research focuses on the features of disourse that enable or complicate communication between the points of view. The analysis is theoretically based on the work of Ruth Wodak and Siegfried Jäger and includes a study on the use of conceptual metaphors.

One of the main achievements of this study is the disclosure of the polarizing character of the contributions from both critics and advocates of globalization. Each of them, to a lower or higher degree, underlines the need of taking sides in this discourse: pro or con globalization. The linguistic strategies found in the texts are almost of polemical or rhetorical nature and often lack recognizing other points of view (lack of intertextuality).

The study closes with a reflexion on the existence of different discourse-cultures and on the conditions, that ease or complicate communication.

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