Titelaufnahme

Titel
Modernisierungsfall(e) Universität : Wege zur Selbstfindung einer eigensinnigen Institution / Anja Ebert-Steinhübel
Weitere Titel
Modernization case University - paths towards an institutional selfreflection and selfdetermination
VerfasserEbert-Steinhübel, Anja
Begutachter / BegutachterinPellert, Ada ; Berger, Wilhelm
Erschienen2010
Umfang275 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2010 01 ; OeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Lebenslanges Lernen / Universität / Hochschulentwicklung / Humboldt / Bologna / Reflexive Moderne / Wissensgesellschaft
Schlagwörter (GND)Deutschland / Hochschule / Modernisierung / Entwicklung
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-6564 Persistent Identifier (URN)
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Modernisierungsfall(e) Universität [1.42 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die UniversitÃ$t, eine der Ã$ltesten europÃ$ischen Institutionen, steht im Laufe ihrer Geschichte immer wieder im Zeichen der Krise.

Aktuell wird die problematische Selbstfindung unter dem Stichwort "Bologna" diskutiert. Die Symptomatik der unterschiedlichen KrisenphÃ$nomene und die MÃglichkeiten einer idealtypischen strategischen Positionierung in der Wissensgesellschaft sind die beiden Ausgangspunkte der vorliegenden Dissertation. Deren Ziel es ist, einen eigenen Begriffsrahmen fÃr die insitutionenspezifische Entwicklung von Hochschulen zu definieren. Die Diagnose lautet: Die UniversitÃ$ten im deutschsprachigen Raum befinden sich in einer Modernisierungsfalle. Anstatt sich als Reflexionsinstanz fÃr eine immer schneller und immer komplexer sich verÃ$ndernde Wissenschaft und Gesellschaft zu positionieren sind sie dieser gleichsam nach- und vielfach untergeordnet, was im Laufe der universitÃ$ren Geschichte zu Vereinnahmungen unterschiedlichster Provenienz gefÃhrt hat. Das jÃngste Beispiel dafÃr ist der Bologna-Prozess, eine im wesentlichen politische Willensbildung, in der die Hochschulen zu spÃ$t begonnen haben, eine eigene, systemlogische Argumentation und Zielbildung zu entwickeln.

Im Kontext der reflexiven Wissensgesellschaft und vor dem Postulat des Lebenslangen Lernens wird die Relevanz der gesellschaftlichen Modernisierungsfunktion der Hochschulen neu bewertet. Diese kann jedoch nur thematisiert und realisiert werden, wenn die Hochschulen selbst einen stÃ$ndigen Reflexionsprozess durchlaufen, der jedoch methodisch durch eine eigene Begriffslogik gestÃtzt und zielfÃhrend gesteuert werden muss. Diese Eigenlogik wird in der vorliegenden Arbeit in der Diskussion unterschiedlichster Konzepte vom Humboldtschen UniversitÃ$tsideal bis zur neueren Idee der MultiversitÃ$t analysiert und mit aktuellen Anforderungen an eine lernende, d.h. sich selbst begreifende und weiterentwickelnde Institution kontrastiert. In Gesamtmodell ("Haus der UniversitÃ$t") werden die Analyse- und Entwicklungsebenen aufeinanderbezogen und Instrumente fÃr die normative, strategische und operative Positionierung entwickelt, die schlieÃlich in Form eines idealen Beratungsprozesses beispielhaft zur Anwendung kommt.

Die Zukunft der Hochschulen, so das Credo der vorliegenden Dissertation, liegt in ihrer neu- bzw. wiedergewonnenen IdentitÃ$t als Gesellschaft prÃ$gende, reflektierende und entwickelnde Institution. MÃgliche AnsÃ$tze und Szenarien dazu werden im Abschlusskapitel mit Praktikern aus der Wirtschaft, Politik, Hochschulforschung und -praxis diskutiert. Die Ziele liegen in einer besseren Praxis, der Weg dorthin fÃhrt Ãber eine Theoretisierung des universitÃ$ren PhÃ$nomens.

Zusammenfassung (Englisch)

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