Titelaufnahme

Titel
Performance Management in Kommunalbetrieben : Leistungssteuerung und Leistungsmessung in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung / Livijo Sajko
Weitere Titel
Performance management in utility services : performance management and performance measurement in water supply and waste water services
VerfasserSajko, Livijo
Begutachter / BegutachterinRondo-Brovetto, Paolo ; Mödritscher, Gernot
Erschienen2012
UmfangXIII, 452 S. : graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Management / Leistung / Potential / Prozess / Ergebnis / Kennzahl / Indikator
Schlagwörter (EN)management / performance / potential / process / result / indicator
Schlagwörter (GND)Kroatien / Kommunaler Versorgungsbetrieb / Wasserversorgung / Abwasserbeseitigung / Performance Management
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-6174 Persistent Identifier (URN)
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Performance Management in Kommunalbetrieben [2.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Auf der Grundlage der Management- und Leistungstheorie ist ein Performance-Managementmodell (PMM) entwickelt. In einem weiteren Schritt ist den Anforderungen in Bezug auf die Betrachtungsfelder (Leistungsdimensionen), Messobjekte und nÃtigen Informationen gerecht geworden. Dazu wurden Erfahrungen bestehender Performance-Management und Performance-Measurement Modelle aus dem privaten Bereich sowie der Ãffentlichen Verwaltung hinzugezogen.

In der weiteren Entwicklung des PMMs wurden die Besonderheiten der Ãffentlichen Verwaltung in das Modell integriert. Im letzten Schritt wurden die Besonderheiten Ãffentlicher Kommunalbetriebe und des Beteiligungsmanagements in das Modell eingearbeitet. Das Beteiligungsmanagement ist als eine wichtige Steuerungsaufgabe der Kommunen erkannt worden.

Um die Kennzahlen und die Indikatoren fÃr das erarbeitete Modell zu sichern sind die praktischen Erfahrungen bestehender PMMs fÃr Ãffentliche Kommunalbetriebe der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung untersucht. Hervorzuheben ist das standardisierte Leistungsmanagementsystem der International Water Association (IWA).

Neben der IWA sind weiterhin Kennzahlensysteme des Portugiesisch Institut zur Regulierung der Wasser- und Abfallwirtschaft (IRAR - seit 2009 ERSAR), der Ãsterreichische Vereinigung fÃr das Gas- und Wasserfach, die Effizienz- und QualitÃ$tsuntersuchung der kommunalen Wasserversorgung in Bayern und ein Leistungsvergleich der Abwasser und Wasserversorgung in Baden-WÃrttemberg hinzugezogen.

Um dieses Modell sowie die grundlegende Hypothese (dass man mit Kennzahlen die Leistung messen kann) zu testen, wurden Daten des Kommunalbetriebs "Vodovod i kanlaizacija" d.o.o. Rijeka, (ViK), Kroatien, aufgehoben. Als erste Schlussfolgerung konnte festgestellt werden, dass man die Leistung nach den Leistungsdimensionen: Potential, Prozesse, Ergebnisse, wegen zu hoher KomplexitÃ$t nicht messen kann.

Deshalb wurde eine subjektive Leistungsbewertung nach Leistungsdimensionen vorgenommen.

Eine Steigerung des Potentials des Kommunalbetriebs ViK, ausgehend aus dem Jahr 2000, ist zu beobachten, allerdings in den Jahren 2008 und 2010 unter wesentlich hÃherem Risiko als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise. Das Potential ist somit im Jahr 2004 um 4% angestiegen, wÃ$hrend es in den Jahren 2008 und 2010 um 11% niedriger ist als im Basisjahr 2000.

Die GeschÃ$ftsprozesse wirken sich positiv auf die Leistung des Kommunalbetriebs ViK aus. Ausgehend von dem Jahr 2000 ist eine QualitÃ$tssteigerung der GeschÃ$ftsprozesse von 7% im Jahr 2004 zu beobachten und in den Jahren 2008 und 2010 sogar eine Steigerung von 94% und 40%.

Die Ergebnisse des Kommunalbetriebs ViK sind in der betrachteten Zeitperiode gegenÃber dem Basisjahr 2000 stÃ$ndig und intensiv abfallend.

Der Grund dafÃr liegt in den Jahren 2008 und 2010 in den finanziellen Verlusten, sowie in der geringeren Verkaufsmenge die an den Markt geliefert wurde. Aber auch das BÃrgervertrauen in die Politik und in die Ãffentlichen Institutionen (Institutionsvertrauen) zeigt niedrige Werte, trotz hoher BÃrgerzufriedenheit mit der Dienstleistung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Auf Grund dieser partialen Bewertungen wurde die Gesamtleistung bewertet. Die Voraussetzung, dass eine Bestleistung im Jahr 2000 wegen eines hohen finanziellen Resultates erreicht wurde, kann widerlegt werden. In diesem Jahr liegt zwar die Leistung um 1% hÃher als im Jahr 2004, aber auch um 22% niedriger als im Jahr 2008, dem Jahr mit dem grÃÃten Verlust. Das Prognosejahr 2010 zeigt einen Abfall der Leistung im Vergleich zum Basisjahr 2000 um 1%.

ZusÃ$tzlich wurden, ausgehend von einer Vision und Mission des Unternehmens die langfristigen Ziele des Kommunalbetriebs ViK mit der dazugehÃrenden Strategie definiert. Die Untersuchung zeigte nÃ$mlich, dass die Planung der Ziele in dem Betrieb V nach einem nicht nachhaltigen Verfahren durchgefÃhrt wurde. Diese Ziele definieren die MaÃstÃ$be, anhand derer spÃ$ter die Leistung des Unternehmens beurteilt werden kann, wenn die Leistung ein Maà fÃr die Erreichung dieser unternehmerischen Ziele darstellt und sie geben das geforderte Anspruchsniveau an diese Leistung vor. Wenn die definierte Vision, Mission und Strategie mit den definierten Zielen in den nÃ$chsten fÃnf Jahren erreicht wird, wÃrde sich dies folgendermaÃen auf die Leistung des Kommunalbetriebs auswirken. Es kommt zu einer Potentialsteigerung von 15% gegenÃber dem Basisjahr 2000 oder von 26% gegenÃber dem Prognosejahr 2010. Mit einer Optimierung der GeschÃ$ftsprozesse kann eine Steigerung von 50 % gegenÃber dem Prognosejahr 2010 erreicht werden. In der Dimension Ergebnisse wÃ$re die Ergebnisbewertung nur 3% kleiner als im Basisjahr 2000 und 29% hÃher als der Prognosewert fÃr das Jahr 2010. Die Gesamtleistung des Kommunalbetriebs ViK kann somit um 25% gegenÃber dem Basisjahr 2000 und dem Prognosejahr 2010 verbessert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

On the basis of the management and performance theory a performance management model (PMM) is developed. In a further step, the requirements related to the fields of view (performance dimensions), measured objects and necessary information were justified. For these the experience of existing performance management and performance measurement models in the private sector and public administration were brought up.

In the further development of the PMM the specifics of public administration have been integrated into the model. In the last step, the characteristics of public utility companies and participation management have been incorporated into the model. The participation management has been recognized as an important task of local control.

The focus of the duties of participation management is in the range of participation controlling of the local government over the utilities.

To ensure the indicators for the developed model, the practical experience of existing PMM's for public utility services of water supply and sewage disposal are examined. It is necessary to highlight the performance management system standardized by the International Water Association (IWA). Furthermore are consulted the indicator systems of the Portuguese Water and Waste Services Regulation Authority (IRAR - since 2009 ERSAR), the Austrian Association for Gas and Water, the efficiency and quality analysis of the municipal water supply in Bavaria, Germany, and the performance benchmarking of sewage and water supply in Baden-WÃrttemberg, Germany.

To test this final model and the basic hypothesis (that you can measure the performance with key performance indicators), data from the municipal enterprise "Vodovod i kanlaizacija" d.o.o. Rijeka (ViK), Croatia, were gathered. As a first conclusion could be stated: the performance by the performance dimensions: potential, processes, results, due to high complexity, can not be measured. Therefore, a subjective performance evaluation was carried out according to the mentioned performance dimensions.

An increase of the potential of the local utility ViK, starting from the year 2000, can be observed, but in the years 2008 and 2010 at much higher risk as a result of the financial and economic crisis. The potential is thus in 2004 increased by 4%, while it is in the years 2008 and 2010 by 11% lower than in the base year 2000.

The business processes have a positive effect on the performance of the local utility ViK. Starting from the year 2000 we can observe a quality improvement of business processes from 7% in 2004 and in the years 2008 and 2010 even an increase of 94% and 40%.

In the considered time period the results of the municipal utility ViK, compared to the base year 2000, are falling steadily and intensively.

The reason for this lies in the years 2008 and 2010 in the financial losses, and in the lower sales volume that has been delivered to the market. But also the citizen's trust in politics and in public institutions (institutional trust) shows low levels, despite high citizen's satisfaction with the services of water supply and sanitation.

On the basis of these partials evaluations the overall performance was evaluated. The hypothesis that a best performance was achieved in 2000 due to a high financial result can be disproved. This year the output is 1% higher than in 2004, but also about 22% lower than in 2008, the year with the biggest loss. The forecast year 2010 shows a decrease in the performance compared to the base year 2000 by 1%.

In addition, starting from a defined vision and mission of the utility, the long-term goals of the municipal utility ViK associated with a strategy were defined. The research showed namely, that the planning of objectives in the utility ViK was undertaken in an unsustainable process. These objectives define the standards against which the performance of the company may later be evaluated, if performance is defined as a measure of achievement of those corporate goals and they give the required level prior to claim this performance.

If the defined vision, mission and strategy with the objectives defined will be reached in the next five years, it would have the following implications on the performance of the local utility ViK. A potential increase of 15% over the base year of 2000 or 26% compared with the forecast for 2010 can be gathered. With the optimization of business processes, an increase of 50% over the forecast year 2010 will be achieved. In the dimension results would the evaluation of the utility's result be only 3% smaller than in the base year 2000 and 29% higher than the forecast figure for the year 2010. The overall performance of the local utility ViK can thus be improved by 25% over the base year 2000 and the forecast for 2010.

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