Titelaufnahme

Titel
Tiefenpsychologische und anthropologische Traditionen im Leben und Werk Maria Montessoris / Barbara Gucek
Weitere Titel
Depth psychological and anthropological aspects of the life and work of Maria Montessori
VerfasserGucek, Barbara
Begutachter / BegutachterinMenschik-Bendele, Jutta ; Danzer, Gerhard
Erschienen2006
UmfangII, 225, 26 Bl. : Ill.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2006
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2006 04 ; OeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Biografie / Anthropologie / Sensualismus / Positivismus / Evolutionismus / evolutionärer Humanismus / élan vital / Entwicklungspsychologie / Freuds und Eriksons Phasenlehre / Personbegriff
Schlagwörter (EN)biography / anthropology / sensualism / positivism / evolutionism / evolutionary humanism / élan vital / developmental phases in Freud und Erikson / person
Schlagwörter (GND)Montessori, Maria / Tiefenpsychologie / Montessori, Maria / Philosophische Anthropologie
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-5607 Persistent Identifier (URN)
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Tiefenpsychologische und anthropologische Traditionen im Leben und Werk Maria Montessoris [10.16 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Tiefenpsychologische und anthropologische Traditionen im Leben und Werk Maria Montessoris Unter den Theoretikern der Pädagogik gibt es insgesamt nur wenige weibliche Vertreter. Eine von ihnen ist Maria Montessori, deren Lebenswerk auch heute noch aktuell ist und deren Pädagogik in den letzten Jahren eine deutliche Renaissance erfahren hat.

In der vorliegenden Arbeit wird die persönliche Werdensgeschichte Maria Montessoris mit den historischen Ereignissen des ausgehenden 19. und den Ereignissen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verknüpft. Die Persönlichkeit und der Charakter Montessoris werden unter tiefenhermeneutischen Aspekten untersucht und verstehend in die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eingeordnet.

Ausgehend von den wichtigsten psychologischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Vorläufern und Zeitgenossen Maria Montessoris werden zentrale Begriffe nachgewiesen, die in ihr Werk eingeflossen sind. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Darstellung von drei methodologischen Grundüberzeugungen, die auf den Sensualismus (John Locke), den Positivismus (Auguste Comte) und den darwinschen Evolutionismus zurückzuführen sind. Da sich Maria Montessori vertiefend mit dem Modell der Evolution identifizierte, haben die Lehren - wie in einem nachfolgenden Kapitel beschrieben - weiterer Wissenschaftler und Philosophen wie Julian Huxley, Ernst Haeckel, Henri Bergson und Hugo de Vries nachweislich in ihr Werk Eingang gefunden.

Die Grundzüge ihrer Anthropologie sowie die zentralen Begriffe im Werk Montessoris, Entwicklung und Person, werden detailliert dargestellt.

Ihrer Entwicklungspsychologie werden Modelle auch anderer Wissenschaftsrichtungen, wie die von Ernst Cassirer, Erik H. Erikson und Lawrence Kohlberg gegenübergestellt und erörtert.

In dieser Arbeit wird deutlich, dass durch die fehlende Assimilation von tiefenpsychologischen und philosophisch-an Erkenntnissen Montessoris Werk noch um einige Gesichtspunkte hätte bereichert werden können.

Im abschließenden Kapitel wird anhand dreier Falldarstellungen gezeigt, dass es dank der Montessori-Pädagogik möglich ist, Kinder mehr in ihrer Individualität zu respektieren und zu fördern.

Zusammenfassung (Englisch)

Depth psychological and anthropological aspects of the life and work of Maria Montessori Amongst educational theorists women are few and far between, a prominent representative being Maria Montessori, whose life's work is still relevant today and whose pedagogy has had a notable renaissance during the last few years.

In the thesis presented here, the personal biography of Maria Montessori is related to historical events at the end of the 19th and the first half of the 20th century. Montessori's personality and character are examined according to depth hermeneutical criteria and explained within their specific social framework. Proceeding from the most significant psychological, pedagogical and scientific predecessors and contemporaries of Maria Montessori, the central concepts influencing her work are outlined. Special attention is paid in the thesis to the presentation of three methodological basic convictions in Montessori's work derived from sensualism (John Locke), positivism (Auguste Comte) and evolutionary theory (Charles Darwin). As Maria Montessori became increasingly absorbed in the theory of evolution, the theories of further philosophers and scientists such as Julian Huxley, Ernst Haeckel, Henri Bergson and Hugo de Vries began to be incorporated into her work, as can be shown.

The fundamentals of Maria Montessori's anthropology with its central concepts of development and person are presented in detail. Her development psychology is compared to and discussed with reference to other models and theories such as those of Ernst Cassirer, Erik H.

Erikson and Lawrence Kohlberg.

The thesis makes evident that Montessori's failure to assimilate depth psychological and philosophical-anthropological knowledge deprived her of the possibility of enriching her theory in some aspects.

The final chapter of the thesis shows by means of three case-studies that thanks to Montessori pedagogy it is possible to respect and support the child's individuality.

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