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Title
Die Bindungen von Kindern : ein Vergleich von Pflegekindern und Kindern in Heimen / Hanspeter Hochfilzer
Additional Titles
Childrens attachment relationships: a comparison of children in foster families and in residential care.
AuthorHochfilzer, Hanspeter
CensorMayring, Philipp ; Ottomeyer, Klaus
Published2006
Description452 S. : graph. Darst.
Institutional NoteKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2006
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Bibl. ReferenceKB2006 04 ; OeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (DE)Bindungen / Pflegekinder / Heime / Wohngemeinschaften
Keywords (EN)attachment / foster care / residential care
Keywords (GND)Heimkind / Bindungstheorie <Psychologie> / Pflegekind
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-4971 Persistent Identifier (URN)
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Die Bindungen von Kindern [19.24 mb]
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Abstract (German)

Auf der Grundlage des Bindungsinterviews für die späte Kindheit (BISK) wurden die Bindungen zu den Pflegemüttern, SozialpädagogInnen sowie leiblichen Müttern bzw. in Einzelfällen auch Vätern untersucht.

Die Kinder waren zwischen 7,5 und 13,5 Jahre alt und hatten zumindest ein Jahr in der jeweiligen Unterbringungsform verbracht, sodass der Bindungsaufbau möglichst bereits abgeschlossen sein sollte. Der Anteil an sicher zu Pflegemüttern gebundenen Pflegekinder ist vergleichbar mit jener aus Nicht-Risikopopulationen. Insbesondere Kinder, die älter in Pflegefamilien kamen und mehr Risikofaktoren aufwiesen, wurden eher als sicher gebunden bewertet. Dabei konnten starke Zusammenhänge mit Feinfühligkeit der Pflegemütter und Schutzfaktoren als vermutlich ausgleichende Bedingungen festgestellt werden. Die Bindungen der Pflegekinder zu ihren leiblichen Eltern waren in einem überwiegenden Anteil aufgrund zu geringer oder überhaupt fehlender Kontakte nicht bewertbar oder wurden ausschließlich als stark unsicher eingestuft. Es wurde angenommen, dass Pflegekinder Bindungen zu ihren leiblichen Eltern entweder nicht aufbauen konnten, oder diese im Laufe der Zeit verloren gegangen sind. Die Bindungen der Kinder aus den Wohngemeinschaften zu ihren leiblichen Eltern wurden als unsicher und häufig desorganisiert bewertet. Die Kinder dürften diese Bindungsstrategie auf ihre Beziehung mit den SozialpädagogInnen übertragen, daraus entwickelt sich jedoch zumeist keine Bindungsbeziehung. Die Beurteilung der Enge der Bindung mit einer in dieser Studie erstellten Skala legt nahe, dass SozialpädagogInnen nur ausnahmsweise als Bindungspersonen in Frage kommen, während Pflegemütter als Bindungspersonen bestätigt wurden. Die WG-Kinder weisen gegenüber den Pflegekindern deutlich häufiger Desorganisation und Verhaltensprobleme auf. Im Vergleich zu Nicht-Risikopopulationen, bzw. Normwerten, zeigen jedoch beide Gruppen erhöhte Auffälligkeiten.

Abstract (English)

The quality of children's attachment was assessed using an adapted version of the Late Childhood Attachment Interview (LCAI, Zimmermann & Scheuerer-Englisch, 2003).

Qualitative content analysis (Mayring, 2003) of semi-structured interviews with foster mothers and caregivers as well as the LCAI were used to develop a scale to measure closeness of attachment in order to distinguish between attachment and nonattachment. The participants were 30 children from foster families (N=19 girls) and 34 children from residential group care units (N=21 girls) in Vienna/Austria. The children were aged between 7,5 and 13,5 and they had stayed in foster families for an average of 6,7 years (range: 1-12 years) and in residential care units for 2,9 years (range: 1-7 years) respectively.

A significant proportion of foster children (44%) showed secure attachment relationships to foster mothers but 33% showed disorganised attachment. 73% of the foster children's attachment relationships to their birth parents could not be assessed because of no or infrequent contact, which prevented attachment-related interactions. All other relationships were classified as insecure or disorganised.

More than 60% of the children in residential care were rated as disorganised, less than 40% as insecurely and none as securely attached to both birth parents and caregivers. All but one of the foster children were classified as having a fully developed attachment relationship to their foster mothers whilst only one child in residential care showed a fully developed attachment relationship to a caregiver.

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