Titelaufnahme

Titel
Robert Danneberg : eine politische Biografie / Roland Josef Pacher
Weitere Titel
Robert Danneberg - a political biography
VerfasserPacher, Roland In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Begutachter / BegutachterinHolzer, Willibald ; Derndarsky, Michael
Erschienen2010
Umfang360 S. : Ill.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2010 09 ; OeBB
DokumenttypDissertation
SchlagwörterDanneberg, Robert / Biographie
Schlagwörter (DE)Sozialdemokratie / Austromarxismus / Arbeiterbewegung / Internationale / Rotes Wien / Austrofaschismus / Nationalsozialismus
Schlagwörter (EN)social democracy / Austromarxism / labour movement / Internationale / Red Vienna / Austrofascism / National Socialism
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-4079 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Robert Danneberg [3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit stellt aufgrund der Ãber weite Strecken von Robert Dannebergs Leben ungenÃgenden Quellenlage nicht den Anspruch, eine umfassende Darstellung seines politischen Wirkens zu bieten. Sie ist ein wissenschaftlicher Beitrag zu Leben und Werk einer PersÃnlichkeit der Ãsterreichischen Arbeiterbewegung, die von der Forschung bisher weitgehend vernachlÃ$ssigt wurde und heute nahezu in Vergessenheit geraten ist, obwohl sie die Geschichte Ãsterreichs in der Ersten Republik beeinflusst hat und ihre Wirkungen in vielerlei Hinsicht bis in die Gegenwart reichen. Es wird versucht, die politischen Handlungen Dannebergs anhand von konkreten historischen Ereignissen und Situationen der Ãsterreichischen Geschichte in den ersten vier Jahrzehnten des 20.

Jahrhunderts an seinem Denken und seinen weltanschaulichen GrundsÃ$tzen zu beurteilen und nach Dauerhaftigkeit und VerÃ$nderung seines Wirkens vor dem Hintergrund von Rahmenbedingungen und HandlungsspielrÃ$umen zu fragen. Ein wesentliches Anliegen dieser Arbeit ist es daher, die einzelnen Bereiche der auÃergewÃhnlich umfangreichen und vielseitigen politischen TÃ$tigkeit Dannebergs, der als Realpolitiker stets praxisbezogen dachte und handelte, nÃ$her zu beschreiben und die mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen auf die Gegenwart darzulegen.

Dargestellt wird sein Wirken in der Jugendbewegung und fÃr die Bildungsarbeit bis zum Jahr 1914, seine Kriegsgegnerschaft und sein Eintreten fÃr den Internationalismus und die daraus resultierenden Konflikte mit seiner Partei wÃ$hrend des Ersten Weltkrieges sowie die fÃhrende Funktion, die er als Delegierter bei den Landeskonferenzen in Salzburg und Linz und als Mitglied des Unterausschusses des Verfassungsausschusses der Nationalversammlung bei der Entstehung der Ãsterreichischen Verfassung 1919/20 ausÃbte, und die zentrale Rolle, welche er bei der Verfassungsreform des Jahres 1929 innehatte. AuÃerdem wird Dannebergs die Etablierung Wiens als eigenstÃ$ndiges Bundesland im Jahre 1922, seine sich Ãber die gesamte Zeit der Ersten Republik erstreckende enge Zusammenarbeit mit Hugo Breitner, mit dem er wesentliche Voraussetzungen fÃr die Reformarbeit des Roten Wien schuf, sowie sein Einsatz bei der Schaffung und Verteidigung eines modernen Mietrechtes geschildert. ErwÃ$hnt werden zudem Dannebergs zukunftsweisende Analysen zu den Nationalrats- und Wiener Gemeinderatswahlen der Ersten Republik, die in seinen Publikationen breiten Raum einnahmen und mit denen er wissenschaftliches Neuland betrat. Weiters ist es das Ziel der Forschungen, Leben und Schicksal Dannebergs wÃ$hrend der Epochen des "Austrofaschismus" und des Nationalsozialismus auf der Grundlage des einschlÃ$gigen Aktenmaterials, den GesprÃ$chen mit Zeitzeugen sowie anhand der Memoirenliteratur nÃ$her zu beleuchten. Im Zentrum der Betrachtung stehen hier seine Initiativen, die er als Vermittler zwischen den unterschiedlichen politischen StrÃmungen der in die IllegalitÃ$t gedrÃ$ngten Arbeiterbewegung zur Zeit des "StÃ$ndestaates" entfaltete sowie die Jahre der Inhaftierung in den Konzentrationslagern des "Dritten Reiches". AuÃerdem ist es ein Anliegen dieser Arbeit, basierend auf der umfangreichen Korrespondenz Dannebergs mit seiner Familie und den Parteigenossen aus dem Jahre 1934, zu versuchen, auch Erkenntnisse Ãber den privaten Menschen zu gewinnen. Ein wichtiges Erfordernis bildet zudem die Erstellung einer Bibliografie sÃ$mtlicher in Form von Monografien, Artikeln und AufsÃ$tzen erschienenen, zahlreichen Publikationen Dannebergs, welche ein auÃerordentlich bereites Spektrum unterschiedlicher politischer Problem- und Fragestellungen umfassen und aufgrund der ansonsten unzureichenden Quellensituation fÃr die Erforschung von Robert Dannebergs Leben und Wirken von zentraler Bedeutung sind.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the insufficient state of source material relating to long periods of his life, this paper does not claim to give a comprehensive description of Robert Danneberg's political legacy. It is rather more a scientific contribution to the life and work of a leading figure in the Austrian labour movement who up until now has been widely neglected by research and has virtually sunk into oblivion, even though he had a shaping influence on Austria's history during the First Republic and many aspects of his legacy continue to live on to this day.

Taking a look at specific historical events and situations in the history of Austria during the first four decades of the 20th century, an attempt will be made to evaluate Danneberg's political activity on the basis of his ideas and ideological principles and focus on continuity and change in his work against the background of general conditions and freedom of action. One essential concern of this paper will consequently be to give a more detailed description of the individual areas of the outstandingly extensive and diverse political work engaged in by Danneberg, an advocate of "Realpolitik" who constantly based his ideas and action on practical considerations, and to explain the direct and indirect effects he had on the present. The paper will give a description of his contribution to the youth movement and to education development up to the year 1914, his opposition to war and his commitment to internationalism and the resulting conflict with his party during the First World War and the leading office he held as a delegate to the regional conferences in Salzburg and Linz and as a member of the subcommittee of the constitutional committee of the national assembly during the establishment of the Austrian constitution in 1919/20 and the central role he played in the constitutional reform in the year 1929. In addition, the paper will deal with Danneberg's significance for Vienna's establishment as an independent federal province in the year 1922, his close collaboration with Hugo Breitner that lasted throughout the entire period of the First Republic with whom he laid central foundations for the reform work of the "Red Vienna" era and his efforts towards the creation and support of modern tenancy law. Mention will also be made of Danneberg's forward-looking analyses on the parliamentary and Viennese local elections during the First Republic that were given a lot of space in his publications and with which he entered uncharted scientific territories. Furthermore, the research aims at shedding more light on Danneberg's life and fate during the periods of Austrofascism and National Socialism based on relevant documents, interviews with witnesses to history and literary memoirs. Main focus in this respect will be the initiatives he developed during the period of the corporate state when he acted as an intermediary between the differing political currents in the labour movement, which was driven underground, and the years of imprisonment in the concentration camps of the Third Reich.

Another concern of this paper is to try and gain some insight into Danneberg's private life based on the extensive correspondence between Danneberg and his family and party members from the year 1934. A key requirement will additionally be the preparation of a bibliography covering all of Danneberg's many publications that appeared in the form of monographs, articles and essays and cover an outstandingly wide scope of approaches to different political problems and issues and, given the otherwise insufficient state of source material, are central to the research of Robert Danneberg's life and work.

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