Titelaufnahme

Titel
Kritische Phasen unternehmerischer Selbstständigkeit bei Neugründungen / Kurt Gasser
Weitere Titel
Critical phases of entrepreneurial start-ups
VerfasserGasser, Kurt Andreas
Begutachter / BegutachterinPelzmann, Linda ; Adam, Erik
Erschienen2014
Umfang288 S. : graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Gründung / Gründer / Partnerschaft / Kooperation
Schlagwörter (EN)start up / entrepreneur / critical phases
Schlagwörter (GND)Unternehmensgründung / Entrepreneurship / Selbstständigkeit / Kooperation
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-3659 Persistent Identifier (URN)
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Kritische Phasen unternehmerischer Selbstständigkeit bei Neugründungen [2.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Unternehmer werden als Personen wahrgenommen die mit einem hohen Antrieb zu UnabhÃ$ngigkeit und Freiheit ausgestattet sind. VertrÃ$gt sich nun der Verlust der Autonomie in einer Kooperation mit dem Wunsch nach SelbstÃ$ndigkeit? Menschen die eigentlich keinen Chef wollen mÃssen sich mit Partnern auseinandersetzen um ein gemeinsamen Ziel zu erreichen. Sie geben ihren UnabhÃ$ngigkeitsdrang auf um zu Ãberleben. Das bringt sie in Konflikte und neue Unfreiheiten. Sie gehen in die Falle, die sie sich mitunter selbst gestellt haben. Das Naturell des Unternehmers steht durch seine Kooperationsblockade im Widerspruch zu den Erfordernissen in Wachstumsunternehmen.

Das Thema der Arbeit setzt genau an diesem Punkt "UnabhÃ$ngigkeit versus Kooperation" - an: Die Arbeit hat das Ziel, die psychologischen Schranken, die zur Wachstumshemmung fÃhren, zu untersuchen und aufzuzeigen, wie sie zu Ãberwinden sind. ZwÃlf UnternehmensgrÃnder waren bereit, einschlÃ$gige Erfahrungen zu berichten und mit dem Verfasser in ausfÃhrlichen GesprÃ$chen die Beseitigung dieser Blockaden zu analysieren. VerstÃ$rkt durch die Schuldenkrise und die Vertrauenskrise in der Wirtschaft ist die Éberwindung der Kooperations-Blockade entscheidend fÃr das Éberleben von innovativen NeugrÃndungen. "Stehen erfolgreiche Kooperationen nicht im Widerspruch zu den AntriebskrÃ$ften, die fÃr die Entscheidung zur SelbststÃ$ndigkeit ausschlaggebend sind?" Untersuchungsdesign, Stichprobe und Methode:

Ausgehend vom "Kooperationsdilemma" des Unternehmers und aus der einschlÃ$gigen Fachliteratur zu Innovationsmanagement und Wirtschaftspsychologie wurden Hypothesen abgeleitet und durch 12 strukturierte Interviews mit erfolgreichen und gescheiterten GrÃndern geprÃft.

* These 1: "Das Naturell von GrÃndern steht im Widerspruch zu Kooperationserfordernissen" * These 2: Die Abgabe von SelbstÃ$ndigkeit und Kontrolle vollzieht sich nicht kontinuierlich These 3: Wachstum erfordert ein systematisches Kooperationsmanagement, das die psychologische Abneigung entschÃ$rft, Kontrolle an Partner abzutreten Der empirische Teil enthÃ$lt die Beschreibung der Stichprobe dieser zwÃlf UnternehmensgrÃnder und den Interview Leitfaden. Die Entwicklung der Unternehmer variiert stark, ebenso wie Erfolg und Misserfolg. Die Aussagen der Unternehmer wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Kennzeichnend fÃr diese Methode ist, dass die zu analysierenden Aussagen nicht aus dem Kontext herausgelÃst werden, in dem sie erhoben worden sind. Bei der qualitativen Inhaltsanalyse werden Kategorien gebildet und bedeutungstragende Textstellen diesen Kategorien zugeordnet. Das Ausgangsmaterial kann so auf Wesentliches reduziert werden, ohne dass bei der Analyse Sinn und Bedeutung des Textmaterials verÃ$ndert werden. Mithilfe dieser Analyseschritte wurden die SchlÃsselmomente und kritischen Phasen fÃr die SelbststÃ$ndigkeit im GrÃndungsprozess analysiert. Der Fokus der empirischen Untersuchung liegt auf der Abfolge der extrahierten Phasen; fÃr eine quantitative Analyse war die erhobene Datenbasis nicht ausreichend. Ergebnisse Anhand der Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse konnte belegt werden, dass die unternehmerische SelbstÃ$ndigkeit im GrÃndungsprozess sechs kritische Phasen-SchÃbe-"Defining Moments" durchlauft: * Die Motivationsphase die der UnternehmensgrÃndung voraus geht; * Die Suche nach dem eigenen Weg und die Entwicklung eines GeschÃ$ftsmodells; * Anschub- und Wachstumsfinanzierung; * Fitting, Risikopotential, und Vertrauen; * Entscheidung zwischen Kooperation oder Konkurrenz * Was erwartet den GrÃnder " Freiheit durch AbhÃ$ngigkeit" Systematisches Kooperationsmanagement als LÃsungsansatz des Dilemmas:

Es konnte gezeigt werden, dass wenn bei NeugrÃndern bereits einschlÃ$gige Erfahrungen und Einsichten in die Zweckbeziehung einer geschÃ$ftlichen Z vorhanden sind, und das Beziehungsmanagement systematisch entwickelt wird, der Kooperationserfolg steigt. Wenn die Auswirkungen der Kooperation auf den GeschÃ$ftserfolg regelmÃ$Ãig evaluiert werden, dann wirkt sich das positiv aus auf die Bereitschaft der GrÃnder, weitere Kontrolle abzugeben. Auf der Suche nach wirksamen Hebeln zur Durchsetzung der Kooperation wird man nicht in der Psychologie fÃndig, sondern in der Managementlehre. So nennen einzelne Interviewpartner einen regelmÃ$Ãigen Austausch ihrer Erwartungshaltung als wesentlichen Erfolgsbestandteil der jeweiligen Partnerschaft. Solche Vereinbarungen gehen bis zu schriftlichen "Friendshipcharters" die keine rechtliche Verpflichtung bewirken aber die wechselseitigen Erwartungen zu einem bestimmten Zeitpunkt schriftlich festhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

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