Titelaufnahme

Titel
"Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit" : eine Analyse der Prävention gegen Nikotinsucht in Österreich unter Berücksichtigung politischer, wirtschaftlicher und kultureller Rahmenbedingungen / Barbara Pöcher
Weitere Titel
"Smoking can cause a slow and painful death"
VerfasserPöcher, Barbara
Begutachter / BegutachterinKellermann, Paul ; Haber, Gottfried
Erschienen2009
UmfangV, 133 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2009
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2009 08 ; OeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Nikotinsucht / Prävention
Schlagwörter (GND)Österreich / Nicotin / Drogenabhängigkeit / Prävention / Sozialpolitik / Maßnahme
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-3244 Persistent Identifier (URN)
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"Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit" [0.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

JÃ$hrlich sterben rund vier Millionen Menschen weltweit an den Folgen des Tabakkonsums.

Der regelmÃ$Ãige Gebrauch bzw. Missbrauch von Tabakerzeugnissen hat bekanntlich Nikotinsucht, zahlreiche Krankheiten und schlieÃlich den Tod zur Konsequenz.

Raucherkrankheiten nehmen heute bereits das Ausmaà einer regelrechten Epidemie an und das, obwohl sie besonders durch gezielte PrÃ$ventionsarbeit verhindert werden kÃnnten.

Raucher schaden nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern vollziehen tagtÃ$glich "KÃrperverletzung" an ihren Mitmenschen, da Passivrauchen gleichzusetzen ist mit aktiver Inhalation. Durch ihr Suchtverhalten belasten Raucher das Gesundheitssystem maÃgebend und verursachen zum Beispiel in Ãsterreich Folgekosten in der HÃhe von rund 1,5 bis 2 Mrd.

Euro jÃ$hrlich (das entspricht ca. 20 % der Versicherungsleistungen aller VersicherungstrÃ$ger).

Die aufgezÃ$hlten Fakten geben wohl Grund zur Sorge und "vernÃnftige" Menschen fragen sich, warum das Qualmen unbeirrt weiter geht. Zum einen spielt die Vernunft durch sÃchtiges Verhalten eine bloà untergeordnete Rolle, zum anderen weisen Tabakerzeugnisse eine hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Wertigkeit auf. Zahlreiche Volkswirtschaften (vor allem EntwicklungslÃ$nder) sind abhÃ$ngig von deren Produktion und der Tabakkonsum schaffte es aufgrund langer Tradition sogar ein StÃck Kultur zu werden. So regelte das Ãsterreichische Tabakgesetz (BGBl 2004/167) bis Ende 2008 zum Beispiel in den §§ 12 und 13 "Nichtraucherschutz", dass unter RÃcksichtnahme auf gesellschaftliche Werte (Ãsterreichische Kaffeehauskultur) die Gastronomie vom strikten Rauchverbot ausgenommen war.

Der Nichtraucherschutz ist zweifelsohne nÃtig und muss unbedingt durchgesetzt werden.

Doch welche InterventionsmaÃnahme ist wirklich geeignet, einen solchen umzusetzen? Idealtypisch sollte ein "policy mix" (Kombination mehrerer MaÃnahme aufklÃ$rerisch-erzieherischen (z.B. AufklÃ$rung, Verbraucherinformation, etc.) und normativregulatorischen MaÃnahmen (z.B. Abgabeverbot, Rauchverbot, etc.), der auf Raucher und Nichtraucher abzielt, zum Erfolg fÃhren. Die Wirksamkeit sÃ$mtlicher PrÃ$ventionsmaÃnahmen bleibt jedoch selbst unter Experten stets umstritten. So fÃhrt zum Beispiel ein Rauchverbot in der Gastronomie zu einer verstÃ$rkten Verlagerung in den privaten Bereich (wo wieder z.B.

Kinder unter den qualmenden Eltern leiden), ein Abgabeverbot an Jugendliche zur ErschlieÃung anderer Bezugsquellen etc.

Diese Dissertation versucht, die Frage "Wie kann die Nikotinsucht in Ãsterreich in Zukunft wirksam bekÃ$mpft werden?" ansatzweise zu beantworten. Es geht vor allem darum, ein Bewusstsein fÃr die notwendige Integration variabler Rahmenbedingungen in die PrÃ$ventionsarbeit gegen Nikotinsucht zu schaffen. Zu oft werden MaÃnahmen isoliert betrachtet und angewendet, worunter ihre Wirksamkeit leidet. Dieser Text fokussiert drei wesentliche Rahmenbedingungen: Politik, Wirtschaft und Kultur, wobei im Verlauf schwerpunktmÃ$Ãig die kulturelle Komponente erlÃ$utert wird, um die (teilweise wegen der Fixierung auf wirtschaftliche bzw. monetÃ$re Aspekte) unterschÃ$tzte Bedeutsamkeit von Tradition und Zeitgeist fÃr die PrÃ$ventionsarbeit aufzuzeigen. Weiters sei angemerkt, dass neben der eigenen Lebensgeschichte (Sozialisation) vor allem gesellschaftliche Rahmenbedingungen (Kultur) darÃber bestimmen, ob jemand raucht.

Die Abhandlung erfolgt theoretisch, wird aber teilweise durch verfÃgbare statistische Erhebungen untermauert. Diese sollte vor allem einen praktischen Ratgeber fÃr EntscheidungstrÃ$ger (z. B. Gesundheitsministerium) darstellen und auch durch die Entwicklung eines "Analysemodells" zur Abbildung der lÃ$nderspezifischen PrÃ$ventionsmaÃnahmen ("policy mix") zur SchlieÃung einer aktuell bestehenden ForschungslÃcke b interdisziplinÃ$re Betrachtungsweise, die aus einer ZusammenfÃhrung von sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Aspekten resultiert. Sinnvoll erscheint eine solche, weil eine ErgÃ$nzung der Analyse des rein zweckrationalen Wirtschaftshandelns (Wirtschaftswissenschaften) um die dabei wirkenden wertrationalen Bedingungen (z.B. soziale Normen; Sozialwissenschaften)8 durch die Integration der menschlichen (Menschen handeln nicht immer rational, besonders nicht in Massen) bzw. gesellschaftlichen Komponente (d.h. Zeitgeist) einen umfangreicheren Ansatz bietet und dabei gleichzeitig die RealitÃ$t besser abbilden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

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