Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen spezifischer Gruppenangebote auf die Lebensqualität von Patient/innen mit bipolar I und bipolar II Störung in Remission : eine randomisiert kontrollierte Untersuchung 12 Monate nach Gruppenbeginn / Andrea Berg
Weitere Titel
Effects of specific group interventions on quality of life in bipolar I and bipolar II disorder in remission
VerfasserBerg, Andrea
Begutachter / BegutachterinRenner, Walter ; Lenz, Gerhard
Erschienen2010
Umfang108 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2010 04 ; OeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Lebensqualität / bipolare Störung / bipolar I Störung / bipolar II Störung / Rapid Cycling Syndrom / Residualsymptomatik
Schlagwörter (GND)Manisch-depressive Krankheit / Lebensqualität / Gruppentherapie
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-1607 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen spezifischer Gruppenangebote auf die Lebensqualität von Patient/innen mit bipolar I und bipolar II Störung in Remission [2.06 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die LebensqualitÃ$t bei Patienten mit bipolaren StÃrungen 12 Monate nach Beginn zweier Gruppentherapieangebote (kognitiv-psychoedukative Therapie "KPT" und Treatment-as-Usual mit zusÃ$tzlicher Information "TAU+") zu untersuchen.

Methoden: Diese Untersuchung ist Teil der Wiener KPT (kognitiv-psychoedukativen Therapie) Studie bei 100 Patienten mit bipolaren StÃrungen im freien Intervall. Die Zuteilung zu den beiden Gruppen erfolgt randomisiert, die LebensqualitÃ$t wird mit dem WHOQOL-BREF vor Beginn der Gruppeninterventionen und 12 Monate danach erhoben. Von 81 Patienten liegen Daten zur LebensqualitÃ$t zum Zeitpunkt T0 vor, von 57 Patienten zum Zeitpunkt T12 (und zu beiden Untersuchungszeitpunkten). Die Ergebnisse werden mit der AllgemeinbevÃlkerung verglichen, es werden Subgruppen bzgl. Diagnose und Krankheitsverlauf innerhalb der Patienten mit bipolaren StÃrungen (bipolar I, bipolar II StÃrung, episodischer Krankheitsverlauf mit freien Intervallen und mit Residualsymptomatik, Rapid Cycling Syndrom) fÃr detailliertere Analysen der LebensqualitÃ$t gebildet. Mittels einer multivariaten Varianzanalyse fÃr Messwiederholungen werden VerÃ$nderungen in der LebensqualitÃ$t zwischen den beiden Untersuchungszeitpunkten geprÃft. Multivariate Mittelwertsvergleiche ermÃglichen es, die Auswirkungen von soziodemographischen und Krankheitsvariablen auf die LebensqualitÃ$t zu messen. Ergebnisse: Die beiden Gruppenangebote unterscheiden sich nicht signifikant hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die LebensqualitÃ$t (gemessen mit dem WHOQOL-BREF) im Untersuchungszeitraum. Allgemein kommt es zu einer Verbesserung der LebensqualitÃ$t in der Gesamtstichprobe (gemessen mit dem WHOQOL-BREF) und in den Patientensubgruppen. Die Gesamtstichprobe liegt 12 Monate nach Gruppenbeginn in allen LebensqualitÃ$tsbereichen des WHOQOL-BREF innerhalb des Konfidenzintervalls der Normstichprobe indem sich 2/3 der NormbevÃlkerung befinden. Bei genauerer Betrachtung der Subgruppenergebnisse zeigt sich, dass die Patienten mit bipolar I und bipolar II StÃrung mit freien Intervallen ebenfalls in allen LebensqualitÃ$tsbereichen innerhalb des Konfidenzintervalls liegen.

Patienten mit bipolar I StÃrung und Residualsymptomatik verbessern sich zwar auch, liegen aber nach wie vor in zwei Bereichen knapp unterhalb des Konfidenzintervalls. Patienten mit Rapid Cycling Syndrom liegen in zumindest einem Bereich unterhalb des Konfidenzintervalls bzw.

verschlechtern sich in ihrer LebensqualitÃ$t. Es lÃ$sst sich zeigen, dass eine hÃhere Anzahl von Krankheitsepisoden (gemessen mit dem Lifechart) insgesamt in den 12 Monaten nach Studienbeginn zu signifikant schlechterer "psychischer" LebensqualitÃ$t und "sozialen Beziehungen" (gemessen mit dem WHOQOL-BREF) fÃhrt, eine hÃhere Anzahl von depressiven Episoden fÃhrt zu signifikant schlechteren Werten in den Bereichen "physisch", "psychisch" und "soziale Beziehungen" des WHOQOL-BREF. Jene Patienten, die vorzeitig aus der Studie ausgeschieden sind, haben in den 12 Monaten nach Gruppenbeginn signifikant mehr depressive Episoden (gemessen mit dem Lifechart) verglichen mit jenen, die regelmÃ$Ãig an den Gruppen teilnahmen.

Zusammenfassend lÃ$sst sich festhalten, dass die Gesamtstichprobe der Patienten mit bipolaren StÃrungen sich hinsichtlich ihrer LebensqualitÃ$t in den 12 Monaten nach Gruppenbeginn verbessern. Die Anzahl der Krankheitsepisoden und insbesondere der depressiven Episoden hat signifikanten Einfluss auf die LebensqualitÃ$t.

Zusammenfassung (Englisch)

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