Titelaufnahme

Titel
Die Eignung bzw. Vorteilhaftigkeit mezzaniner Formen der Mittelstandsfinanzierung : eine bilanzielle und steuerliche Analyse unter besonderer Berücksichtigung des Eigenkapitalersatz-Gesetzes / Marc Brabant
VerfasserBrabant, Marc
Begutachter / BegutachterinUrnik, Sabine ; Rüffler, Friedrich
Erschienen2006
UmfangXVI, 274 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftKlagenfurt, Alpen-Adria-Univ., Diss., 2006
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2006 07 ; OeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Mezzanine Finanzierung / Gesellschafterdarlehen / Stille Gesellschaft / Genussrechte / Partiarisches Darlehen / EKEG / Eigenkapital / KMU
Schlagwörter (EN)SME / mezzanine finance / equity capital / Equity Capital Substitution Act / sleeping partnership / shareholderś loan instead of capital / profit participation right
Schlagwörter (GND)Österreich <Eigenkapitalersatz-Gesetz> / Klein- und Mittelbetrieb / Mezzanine-Finanzierung
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-1258 Persistent Identifier (URN)
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Die Eignung bzw. Vorteilhaftigkeit mezzaniner Formen der Mittelstandsfinanzierung [4.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Finanzierung der Unternehmen ist in Ãsterreich auf ein sogenanntes "bank-based financial system" aufgebaut. Im internationalen Finanzwesen wird mit diesem Begriff ein Banken- und Finanzsystem eines Landes verstanden, in dem der Finanzierungsbedarf von Unternehmen und Privaten im jeweiligen Land Ãberwiegend mit Hilfe der Kreditfinanzierung Ãber GeschÃ$ftsbanken befriedigt wird. Die Situation der KMU kann insgesamt als sehr schlecht beurteilt werden.

Die durchschnittliche Ãsterreichische Eigenkapitalquote von KMU liegt im Vergleich zu anderen europÃ$ischen LÃ$ndern an letzter Stelle. Belgische KMU kÃnnen beispielsweise eine doppelt so hohe Eigenkapitalquote ausweisen. Aufgrund der jahrelangen Praxis der Unternehmensfinanzierung mittels Bankkrediten hat sich in Ãsterreich kein entsprechendes Gegengewicht an alternativen Finanzierungsformen entwickelt. Die Entwicklung eines Marktes fÃr Eigenkapital oder eigenkapitalÃ$hnliche Finanzierungsformen steht noch am Anfang. Die intensive Verflechtung mit dem GeschÃ$ftsbankensystem und die nicht in ausreichendem Ausmaà zur VerfÃgung stehenden Finanzierungsalternativen erzeugen einen hohen Druck auf die Ãsterreichischen KMU. Durch die Implementierung von Basel II und die damit verbundenen risikoadÃ$quaten Kreditkonditionen wird dieser Druck nochmals verstÃ$rkt.

Um die Eigenkapitalquote zu stÃ$rken, stehen dem Unternehmen unterschiedliche MÃglichkeiten zur VerfÃgung. Unter gewissen Voraussetzungen kÃnnen auch mezzanine Finanzierungsformen (bspw. eine typische bzw. atypische stille Beteiligung, partiarische Darlehen, Genussrechte) eine Eigenkapitalfunktion annehmen. Genannte Finanzierungsformen zÃ$hlen zu den mezzaninen Finanzierungsinstrumenten, die in ihrer Charakteristik zwischen dem Eigen- und Fremdkapital angesiedelt sind. In der Regel handelt es sich dabei um Kapital auf Basis schuldrechtlicher Rechtsbeziehungen, welches fÃr das Unternehmen gegebenen Eigenkapitalfunktion haben kann.

Gerade diese Finanzierungsart, die Eigenkapital zufÃhren kann ohne dabei typisches Eigenkapital zu sein, erÃffnet fÃr KMU interessante MÃglichkeiten zur ErhÃhung ihrer Eigenkapitalausstattung. Die Gestaltungsvarianten von mezzaninen Finanzierungsformen sind sehr vielseitig. Damit sind natÃrlich auch eine Vielzahl an Fragen hinsichtlich der Bilanzierung bzw. der steuerlichen Behandlung verbunden. Die vielfÃ$ltigen Ausgestaltungen der mezzaninen Finanzierungsarten machen dieses Thema aus bilanzieller und steuerlicher Sicht so interessant. Da die Zuteilung zu Eigen- oder Fremdkapital in handelsrechtlicher oder aber steuerrechtlicher Beurteilung unterschiedlichen Kriterien folgt, ist zu prÃfen, ob bei ein und demselben Finanzierungsinstrument handelsrechtlich Eigenkapital vorliegen kann, wÃ$hrend aus steuerlicher Sicht von Fremdkapital ausgegangen werden muss. Die Analyse der mezzaninen Finanzierungsinstrumente soll noch um einen sehr aktuellen Aspekt erweitert werden. Seit 1.1.2005 ist das Eigenkapitalersatz-Gesetz (EKEG) in Kraft. Durch dieses wurde die mezzanine Stellung des Gesellschafterdarlehens erstmals gesetzlich verankert. Es ist zu prÃfen, inwieweit mezzanine Finanzierungsformen vom EKEG betroffen sind. Auch in diesem Zusammenhang werden interessante und vor allem sehr aktuelle bilanzielle und steuerliche Fragestellungen erwartet. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, jene Finanzierungsinstrumente aufzubereiten, die aufgrund ihrer mezzaninen Stellung das Potential besitzen, die Eigenkapitalquote von KMU (bilanziell) zu stÃ$rken. Alle vier Finanzierungsformen (Gesellschafterdarlehen, stille Gesellschaft, Genussrechte und partiarische Darlehen) sind auch fÃr kleine Unternehmen umsetzbar und bieten zudem auch in steuerlicher Hinsicht interessante GestaltungsmÃglichkeiten.

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