Titelaufnahme

Titel
Auf den Wegen neuer Lernkulturen / Alfred Reumüller
VerfasserReumüller, Alfred
Begutachter / BegutachterinLarcher, Dietmar ; Ottomeyer, Klaus
Erschienen2004
Ausgabe
[Überarb. bzw. korr. Ausg.]
Umfang179 Bl.
HochschulschriftKlagenfurt, Univ., Diss., 2004
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Neue Lernkulturen / Theorie neuer Lernkulturen / Erfahrung / Erleben / Gestalten und Handeln
Schlagwörter (EN)New learning cultures / Theory of new learning cultures / creativity / first-hand experience and learning by doing
Schlagwörter (GND)Lernen / Lernverhalten / Lernforschung
URNurn:nbn:at:at-ubk:1-19 Persistent Identifier (URN)
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Auf den Wegen neuer Lernkulturen [9.53 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Wenn die Qualität der Verstehensleistung bzw. der Verstehenstiefe in der Schule dadurch definiert wird, dass die uns umgebenden Dinge ihrer lebensweltlichen Bedeutungshöfe entkleidet werden, um sie zu einem Abstraktum der modernen Wissenschaft zu machen, dann ist nicht nur von einem Gewinn, sondern auch von einem Verlust zu sprechen. Schüler/innen lernen schnell, dass die Anstrengung und die Produktivität des Lernens im Erarbeiten von allgemeinen Zusammenhängen liegt oder dass die Theoretisierung eines Phänomens eine Leistung ist, dass Abstraktionen und Strukturbildungen Leistungen sind. Es ist aber kaum ein Bewusstsein vorhanden, dass das Abtasten einer Oberfläche, das Studieren eines Bildes, das Eindringen in den individuellen Fall, das sich Einlassen auf das Wahrnehmbare, das Artikulieren auf Grund von Empathiefähigkeit auch Leistungen sind. Diese Prozesse und Qualitäten gehören auch kultiviert. Das ist das Anliegen der neuen Lernkulturen. Ihre Leistung liegt in der Zusammenschau beider Denkansätze. In der Arbeit werden Schulstandorte aufgespürt, die diese Lernarten pflegen. Das mehrdimensionale Tun und Handeln wird beschrieben und analysiert. Auf die unterprivilegierten Lernpotentiale von Schulen im Denken, Erfahren, Erleben, Gestalten und Handeln wird dabei aufmerksam gemacht. Vor diesem Hintergrund baut sich die Theorie neuer Lernkulturen auf.

Zusammenfassung (Englisch)

In the school context, the quality of understanding is defined and characterised by the fact that the word around us is deprived of its wealth of connotations, shades of meaning and its variety of possible interpretations and thus is turned into abstract scientific notions. Depending on ones perspective, this can be seen as a gain or as a loss. Very early in the course of their school career pupils realise that one of the main aims of learning is to figure out general patterns or interrelations and that it is important to work towards general structures, theories and abstractions. Very rarely processes like exploring the surface of a phenomenon, studying a picture in detail, analysing a case in depth or working with all ones senses are appreciated as genuine achievements or real efforts. However, these are exactly the processes and qualities that should also be furthered and supported. Combining both approaches, i.e. the analytical and the holistic one, is the main concern of what could be called New Learning Cultures. In this paper schools who try to realise these principles and the way they work are described and analysed in detail. The paper also tries to show ways of activating neglected learning potentials with regard to thinking, creativity, first-hand experience and learning by doing. These approaches form the basis of a theory of New Learning Cultures.